|
Landesarbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter im
Strafvollzug Bayern e.V. Ehrenamt-im-Strafvollzug LAG - Info Nr. 63 |
| Homepage | Regionen | Projekt-Bauernhof | Aufgaben | LAG Info-Broschüre | Verein | Anschriften | Link |
|
Inhaltsverzeichnis
Auf ein Wort |
Seite
3 |
| Unser Flyer | Zurück zur LAG-Info - Übersicht
|
|
Auf ein Wort Liebes Mitglied, liebe Leserin, lieber Leser!
Mit „§§§ werden zu Artikeln“ will ich darauf hinweisen, dass wir vor dem Hintergrund des neuem Bayerischen
Strafvollzugsgesetzes auch unser Engagement neu justieren müssen. Einen kurzen Überblick gewährt uns die
„Würdigung“ des Herrn Prof. Dr. Arloth, Präsident des Landgerichts Augsburg (Seite 5). Was das Gesetz im Einzelnen
für uns bereit hält, werden wir in den nächsten LAG-Info aufzeigen. Vorab darf ich feststellen: Es geht nie und
nimmer um eine Wertung. Sondern es darf eine unzulängliche und unzureichende Information eine bisherige
gute Zusammenarbeit mit den Justizvollzugsanstalten nicht zerstören. Deshalb fragen Sie bei Ihrer Kontaktperson
nach, was sich ganz speziell in Ihrer JVA geändert, verändert hat und verändern wird.
Wenn Sie unser vorliegendes Heft durchblättern, werden Sie von einer Vielzahl von beachtenswerten Aktivitäten
lesen. Sie werden wieder einmal erkennen, dass vieles ohne das Einzelengagement nicht möglich ist und dass
überall dort, wo offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der JVA gelebt wird, manches, auch auf einem
nicht einfachen Terrain, erreicht wird.
Ihr
Norbert Merz
|
|
Neues Bayerisches Strafvollzugsgesetz seit 1.1. 2008 in Kraft
Bayern hat von der im Rahmen der Föderalismusreform durch das Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes
vom 28. August 2006 (BGBl I, 2034) auf die Länder übertragenen Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug
durch das Gesetz über den Vollzug der Freiheitsstrafe, der Jugendstrafe und der Sicherungsverwahrung
(Bayerisches Strafvollzugsgesetz – BayStVollzG) vom 10.12. 2007 (BayGVBl, 866) Gebrauch gemacht.
Dieses Gesetz ist seit 1.1. 2008 in Kraft und ersetzt das Strafvollzugsgesetz des Bundes, soweit die
Gesetzgebungskompetenz des Landes reicht (z.B. gelten die Vorschriften über das gerichtliche
Verfahren fort). Nicht geregelt ist der Vollzug der Untersuchungshaft. Dem Vollzug der Jugendstrafe
ist ein eigener Abschnitt vorbehalten.
Prof. Dr. Frank Arloth
Die LAG-Info Redaktion bedankt sich bei Herrn Prof. Dr. Frank Arloth, Präsident des Landgerichts Augsburg, für die
prägnante Würdigung des neuen Bayerischen Strafvollzugsgesetzes.
|
|
Ein eigenes Programm hilft Gewalttätern
Bayern setzt im neuen Strafvollzugsgesetz auf Sozialtherapie nach Erlanger Vorbild |
|
10. AnGebot:
Hilf anderen ehrenamtlich
In der Kirche arbeiten unzählige Menschen daran, anderen Menschen das Leben erträglicher zu gestalten. In den Krankenhäusern und Hospizen, Beratungsstellen und Pfarrhäusern, aber auch Besuchsdienstkreisen (Strafgefangene), Krabbelgruppen und Seniorenclubs: Überall gibt es Frauen und Männer, die sich liebevoll um ihre Schützlinge kümmern. Ohne die Unterstützung durch Ehrenamtliche wäre die besondere menschliche Zuwendung, die kirchliche Arbeit ausmacht, nicht möglich. Helfende Menschen finden sich aber nicht nur in den heimischen Kirchengemeinden, sondern auch in armen Ländern, in denen sie Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
Aus Kirche für Einsteiger: „Die“ zehn AnGebote der Kirche
Evangelische Kirche in Deutschland
http://www.ekd.de/einsteiger/einsteiger.html
|
|
Die Geschichte vom Bleistift
Der Junge sah zu, wie die Großmutter einen Brief schrieb. Irgendwann fragte er: „Schreibst du eine Geschichte, die uns passiert ist? Ist es vielleicht sogar eine Geschichte über mich?“
Aus: „Sei mir ein Fluss, der still die Nacht durchströmt“
von Paulo Coelho
Ausgewählt von Christina P.
|
|
Gedanken dazu: Junge Menschen im Gefängnis - arm - reich?
Ich betreue seit Jahren junge Gefangene; Männer zwischen 22 und 27 Jahren. Die Delikte sind die üblichen, das Alter davor betreffend: Fahren ohne Führerschein, Betrügereien, Körperverletzung, Drogenmissbrauch, Diebstahl bis hin zu Totschlag und Mord. Weniger ist sexueller Missbrauch an der Tagesordnung.
Eva Jung-Kramer |
|
Sucht und Justizvollzug
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass im Berichtsjahr 2006 insgesamt 88 Klienten in Therapieeinrichtungen vermittelt wurden, davon 71 aus Bayreuth, 11 aus Hof und 6 aus Kronach.
|
|
16 28 meint:
Gutachter und Gutachten
Im Sommer in Nürnberg, kurz vor Weihnachten in Straubing, bei Veranstaltungen für Ehrenamtliche im Strafvollzug zeigte Dr. Willi Pecher die Arbeit eines Gutachters bei Gericht auf. Das fachliche Wissen des Referenten und die Art, wie er an dieses schwierige Thema herangegangen ist, war schon beeindruckend. Man hatte die Gewissheit, die Öffentlichkeit ist vor Gewalt – und Sexualstraftätern hinreichend geschützt, solange Fachleute wie Dr. Willi Pecher über eine allzu frühe Entlassung aus der Haft mit und durch ihre Gutachten wachen.
Zwischensatz:
Ich gebe zu, ich weiß auch nicht, ob der oder der Gefangene wieder rückfällig wird oder nicht. Ich weiß nur, dass mehr Zeit darauf verwendet werden muss, um dies herauszufinden, mit Stunden kommt man da nicht weiter, Monate und Jahre sind angesagt – während der Haft und auch in der Bewährungsphase.
Ihr
16 28
PS: Nicht vergessen: Viele Gefangene können nicht lesen und schreiben: „Da muss man was machen“.
|
|
Nach über dreißig Jahren darf eine engagierte Persönlichkeit nicht einfach in der Versenkung verschwinden!
Der offene Brief
Liebe Frau Geburzky,
************************
Liebe Frau Geburzky,
**************
Eine kleinen Würdigung für Emmi Geburzky zur Beendigung Ihrer langjährige Arbeit als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Strafvollzug.
|
|
BR 2 - Bayerischer Rundfunk
Hallo lieber Herr Möller, |
|
Weidner Ehrenamtliche beim neuen OB
Ehrenamtliche Betreuer der JVA Weiden, Alfred Schell und Peter Lottes besuchten den neuen Oberbürgermeister Kurt Seegewiß und stellten ihre verantwortliche und wichtige Aufgabe in der JVA Weiden, die zur JVA Amberg gehört, vor.
Peter Lottes
|
|
Neuer LAG-Vorstand im Gespräch mit Frau Groß, Regierungsdirektorin und Leiterin der JVA Landsberg und Rothenfels
Mit dieser Begegnung sollte der neue Vorstand der LAG, Thomas Staudigel, vorgestellt werden und mit der Leiterin der JVA Landsberg/Lech Außenstelle Rothenfels und JVA Garmisch-Partenkirchen mögliche Themenfelder einer weiterführendend Zusammenarbeit besprochen werden.
Norbert Merz
|
|
Vereinsgründung in Ebrach
Schritt für Schritt e. V. wurde am Montag, den 30. Juli 2007 aus der Taufe gehoben. |
|
Leserbrief zur Verschärfung der Jugendstrafen
Die momentane Diskussion um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts macht uns als ehrenamtliche und Mitarbeiter im Jugendstrafvollzug betroffen.
Die Voraussetzung für „Besserung“ der Jugendlichen wird nicht durch Inhaftierung und Strafe geschaffen, sondern präventiv durch Sozialisation in Freiheit. Sozialisation von gefährdeten Jugendlichen darf nicht ausschließlich Angelegenheit der Justiz sein, sondern ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb ist wegschauen und wegsperren der falsche Weg und auch keine Lösung des bestehenden Problems. |
|
Aichach - Kunstgruppe
Ansprache von Andrea Wenger zur Eröffnung der Ausstellung der Kunstgruppen der JVA Aichach im Landratsamt Aichach.
Liebe Ausstellungsbesucher, liebe Kunst-Interessierte, liebe Kunsttherapie-Interessierte, im Strafvollzug zu arbeiten, das heißt, sich mit Menschen zu befassen, die durch wesentlich mehr charakterisiert sind als nur durch ihre Straftaten. Die Straftat ist nur ein Teil aus dem schwierigen Puzzle, aus dem jeder einzelne Inhaftierte sich zusammensetzt.
Durch dieses spezifisch geprägte Leben entstehen sehr, sehr viele Gefühle, mit denen der Einzelne mehr oder weniger gut umgehen kann. Das sind Gefühle wie
An diesem Punkt gilt es mit dem Straffälligen |
|
Kontaktgruppe Landsberg
Wir Landsberger Ehrenamtliche treffen uns alle 3 Wochen in der JVA zu einem 90-minütigen Gruppenabend mit Inhaftierten. Das sind meistens so ca. 8 Ehrenamtliche und ebenso viele Inhaftierte. Die Gruppe besteht schon seit über 25 Jahren und hat sich zum Ziel gesetzt, die Inhaftierten auf die Entlassung vorzubereiten sowie Inhaftierten mit wenig Kontakt nach außen ein Ansprechpartner zu sein. Dreimal im Jahr bestand die Möglichkeit, dass wir mit den Gefangenen die Mauern verließen und sie ein bisschen Freiheit schnuppern durften.
Josef Kugler
|
|
Straubing
Straubinger Tagblatt, 4. 12. 2007
„Fehler können nie ausgeschlossen werden“
Gutachter Dr. Wilhelm Pecher berichtet über seine schwierige Arbeit und ihre Grenzen |
|
Straubinger Tagung 2008
Donnerstag, 5., bis Samstag, 7. Juni 2008 Justizvollzugsschule Straubing
Mitgliederversammlung 2008
|
|
Gesagt heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer gehört, gehört heißt nicht immer verstanden, verstanden heißt nicht immer einverstanden, einverstanden heißt nicht immer angewendet, angewendet heißt nicht immer beibehalten.
Konrad Lorenz
|
[ Zurück zum Einstieg ] - - - [ Seitenanfang] - - - [ Ihre Meinung und Ihre Rückfragen bitte an LAG ]
© LAG 2008-02-26